Übersicht über die Burg  mit verfälschten Bausubstanz

Ringmauerreste Die gesamte Anlage mit der Hauptburg im Nordosten und den beiden Felstürmen Krötenstuhl und Wachtfelsen im Südwesten, erstreckt sich über etwa 290 m Länge auf einem flachen Bergrücken, dem Sindelsberg. Südwestlich der Hauptburg, etwa 90 m entfernt, steht der erste weitere Felsen der Krötenstuhl. Es folgt etwa 45 m weiter entfernt der Wachtfelsen. Alle Felsen waren mit einer umlaufenden Ringmauer geschützt. N
So sah die Burg auf dem Hauptfelsen vor den diversen Restaurierungsarbeiten aus.
Noch ursprüngliche Bausubstanz ist der Torbogen, den bereits August Becker so in seinem Buch die Pfalz und die Pfälzer beschrieben hat. Durch die Renovierungsarbeiten ist später auch die Mauer links und rechts des Torbogens ergänzt worden.
Der  Historiker  Alexander  Thon schreibt  in   seinem  2005   erschienen  Buch  „ ...wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg“ (01), dass  die  Restaurierungs- und Sicherungs-Maßnahmen nicht immer gelungen sind. Die verfälschende Aufmauerung lässt den historischen Baubestand kaum noch  nachvollziehen.  Neu durchgeführte Vermessungsarbeiten bestätigen diese  Auffassung. So waren die alten ursprünglichen  Fundamente etwa 1,50 m breit, die Aufmauerung beträgt  heute teilweise nur noch 60 cm.
ursprügliche Mauerstärke neue Mauerstärke Mauer nach der Renovierung

Die Hauptburg

Hauptburg
So sah die Burg um 1900, vor den diversen Restaurierungsarbeiten aus. Die verfälschenden Aufmauerungen fehlen.
Die Treppenstufen waren lose aufgelegt, zur Absicherung war ein Metallgeländer angebracht.
Von exakter Qualität wurden die Quader gefertigt, nach außen die in der Stauferzeit so beliebte Buckelform annehmend. Die Bausubstanz heute, deutlich sichtbar die neuen Aufmauerungen.
Bis heute nachgeschriebene und erhebliche Unrichtigkeiten in der Baubeschreibung betreffen auch den oberen Teil der Burg. So gehört der im Vordergrund sichtbare Bereich eigentlich nicht zur oberen Burg, sondern muss, genau wie die sich im südlichen Bereich befindliche Terrasse, der mittleren Ebene zugeordnet werden. Weiter hatte die Burg nur einen einzigen, im vorderen Bereich liegenden Zugang zur oberen Burg, bestimmt aber nicht die hier abgebildete Treppe. Der heutige zweite Zugang zur Oberburg über eine Holztreppe wurde wohl nach 1979 geschaffen. Dieses vielleicht in Anlehnung an die alte falsche Zugangstradition, lose Steinstufen auf den vorhandenen Bauschutt zu legen, bei der unbekannte Burgliebhaber wohl vor den Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen im 20. Jahrhundert, um die Begehung der Burg zu erleichtern, eine Treppe auf die durch die Sprengungen  vorhandenen Verfüllungen bauten. Bei den Sanierungsmaßnahmen wurden dann sowohl die Treppe als auch die darunter liegenden Bauteile entfernt. Auf dieser Postkarte kann man auch erkennen, dass damals der Zugang zu diesem Bereich der Burg auch rechts - von der mittleren Ebene - erfolgte.
Eine Aufbaustudie aus dem Jahre 1984 zeigt eine schlichte gedrungene Architektur der Burg, diese dürfte wohl nicht zutreffend sein. Keine mittelalterliche deutsche Burg darf sich ohne ergänzende Holzbauteile vorgestellt werden. Balkenlöcher, Kragsteine und Mörtelleisten sind auch bei der  Wegelnburg der Beweis dafür.   Es ist auch nicht gerechtfertigt, die Burg im gotischen Stil, mit flachen, kaum sichtbaren Dächern zu rekonstruieren. Bei dieser Bauweise hätte man, bei dem nebeligen, nassen und regenreichen Wetter in Deutschland, nicht nur den Keim von Bauschäden in die Gemäuer gelegt, sondern es wird dem ganzen horizontal abgeschlossenen Bau ein unwahres, maskenhaftes Aussehen gegeben, welches uns kalt und fremd anstarrt und mit Land und Leuten nicht harmonisiert. Die Wohnbauten der Wegelnburg, dürften durchweg ein vornehmes architektonisches Gepräge gezeigt haben.
Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gestattet: Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.:   Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg

Übersicht über die Burg  mit                

verfälschter Bausubstanz

Ringmauerreste Die gesamte Anlage mit der Hauptburg im Nordosten und den beiden Felstürmen Krötenstuhl und Wachtfelsen im Südwesten, erstreckt sich über etwa 290 m Länge auf einem flachen Bergrücken, dem Sindelsberg. Südwestlich der Hauptburg, etwa 90 m entfernt, steht der erste weitere Felsen der Krötenstuhl. Es folgt etwa 45 m weiter entfernt der Wachtfelsen. Alle Felsen waren mit einer umlaufenden Ringmauer geschützt.
Hauptburg
N
Noch ursprüngliche Bausubstanz ist der Torbogen, den bereits August Becker so in seinem Buch die Pfalz und die Pfälzer beschrieben hat. Durch die Renovierungsarbeiten ist später auch die Mauer links und rechts des Torbogens ergänzt worden.
So sah die Burg auf dem Hauptfelsen vor den diversen Restaurierungsarbeiten aus.
ursprügliche Mauerstärke neue Mauerstärke Mauer nach der Renovierung
Der  Historiker  Alexander  Thon schreibt  in   seinem  2005   erschienen  Buch  „ ...wie eine gebannte, unnahbare Zauberburg“ (01), dass  die  Restaurierungs- und Sicherungs-Maßnahmen nicht immer gelungen sind. Die verfälschende Aufmauerung lässt den historischen Baubestand kaum noch  nachvollziehen.  Neu durchgeführte Vermessungsarbeiten bestätigen diese  Auffassung. So waren die alten ursprünglichen  Fundamente etwa 1,50 m breit, die Aufmauerung beträgt  heute teilweise nur noch 60 cm.
So sah die Burg um 1900, vor den diversen Restaurierungsarbeiten aus. Die verfälschenden Aufmauerungen fehlen.
Die Treppenstufen waren lose aufgelegt, zur Absicherung war ein Metallgeländer angebracht.
Von exakter Qualität wurden die Quader gefertigt, nach außen die in der Stauferzeit so beliebte Buckelform annehmend. Die Bausubstanz heute, deutlich sichtbar die neuen Aufmauerungen.
Bis heute nachgeschriebene und erhebliche Unrichtigkeiten in der Baubeschreibung betreffen auch den oberen Teil der Burg. So gehört der im Vordergrund sichtbare Bereich eigentlich nicht zur oberen Burg, sondern muss, genau wie die sich im südlichen Bereich befindliche Terrasse, der mittleren Ebene zugeordnet werden. Weiter hatte die Burg nur einen einzigen, im vorderen Bereich liegenden Zugang zur oberen Burg, bestimmt aber nicht die hier abgebildete Treppe. Der heutige zweite Zugang zur Oberburg über eine Holztreppe wurde wohl nach 1979 geschaffen. Dieses vielleicht in Anlehnung an die alte falsche Zugangstradition, lose Steinstufen auf den vorhandenen Bauschutt zu legen, bei der unbekannte Burgliebhaber wohl vor den Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen im 20. Jahrhundert, um die Begehung der Burg zu erleichtern, eine Treppe auf die durch die Sprengungen  vorhandenen Verfüllungen bauten. Bei den Sanierungsmaßnahmen wurden dann sowohl die Treppe als auch die darunter liegenden Bauteile entfernt. Auf dieser Postkarte kann man auch erkennen, dass damals der Zugang zu diesem Bereich der Burg auch rechts - von der mittleren Ebene - erfolgte.
Eine Aufbaustudie aus dem Jahre 1984 zeigt eine schlichte gedrungene Architektur der Burg, diese dürfte wohl nicht zutreffend sein. Keine mittelalterliche deutsche Burg darf sich ohne ergänzende Holzbauteile vorgestellt werden. Balkenlöcher, Kragsteine und Mörtelleisten sind auch bei der  Wegelnburg der Beweis dafür.   Es ist auch nicht gerechtfertigt, die Burg im gotischen Stil, mit flachen, kaum sichtbaren Dächern zu rekonstruieren. Bei dieser Bauweise hätte man, bei dem nebeligen, nassen und regenreichen Wetter in Deutschland, nicht nur den Keim von Bauschäden in die Gemäuer gelegt, sondern es wird dem ganzen horizontal abgeschlossenen Bau ein unwahres, maskenhaftes Aussehen gegeben, welches uns kalt und fremd anstarrt und mit Land und Leuten nicht harmonisiert. Die Wohnbauten der Wegelnburg, dürften durchweg ein vornehmes architektonisches Gepräge gezeigt haben.
Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gerne gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg
e-mail: falkenmuehle@gmail.com  Telefax: +496394-6110199  Falkenmühle						         			 76891 Falkenmühle		   Südwestpfalz Deutschland www.falkenmuehle.de	 +49 6394-993977 Impressum Impressum Sitemap
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