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Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gestattet: Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.:   Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg
Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges — der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. versuchte, seinen Anspruch auf die Kurzpfalz als Erbe militärisch durchzusetzen — zerstörten die französischen Truppen eine große Anzahl von Siedlungen, Burgen und Schlössern im südwestlichen Deutschland. Mit der großflächigen Zerstörung von Festungsbauten wollte Ludwig XIV. jede zukünftige militärische Bedrohung aus dem Reich erschweren. Im Frühling 1680 fielen deshalb auf Befehl Ludwigs XIV. bereitstehende französische Truppen in die von Frankreich beanspruchten Gebiete ein und besetzten alle Orte bis zur Queich mit Waffengewalt (1). So auch das Amt Wegelnburg, das durch den, in Weißenburg residierenden, königlich französischen Landvogt Wilhelm Pape von Espel eingenommen wurde. Dabei warf man die pfalz-zweibrückischen Zollstöcke nieder, riß die Wappen ab und schlug dafür das französische Lilienbanner an. Die Untertanen wurden zur Huldigung gezwungen und ihnen durch den Landvogt bei Leibes- und Lebensstrafe verboten, dem früheren Herrn gehorsam zu sein und weiterhin Hauptrecht, Leibbede und Fronleistungen dem Herzogtum Zweibrücken zu liefern. In diesem Jahre fielen die meisten noch bestehenden Burgen des Wasgaus und der Nordvogesen, die nicht schon während des Holländischen Krieges zerstört worden waren, Ludwigs XIV. sinnloser Zerstörungswut zum Opfer. Schöneck, Wasigenstein, Fleckenstein, Hohenburg, Wegelnburg sowie die Madenburg und Neukastel sanken in Schutt und Asche.

Die endgültige Zerstörung der Wegelnburg

Vermutlich im Oktober 1680 (2) war der berüchtigte General, Baron von Monclar, von Landau aus mit seinen Reiterscharen in das Amt Wegelnburg eingebrochen und hatte die von der Besatzung verlassene gleichnamige Burg besetzen und durch einen Mienerier in die Luft sprengen lassen. Vorher war es allerdings Vogt Johann Balthasar Gerhardt noch gelungen, sein Hab und Gut, sowie die auf der Burg befindlichen Geschütze, in Sicherheit zu bringen. Auch die Eisenöfen und anderes in den Mauern und an den Türen befindliche alte Eisen ließ er durch die 11, noch vorhandenen Untertanen mit zwei Fuhren im Frondienst verladen und nach Nothweiler fahren. Geschütz und altes Eisen verkaufte er später, „weillen solches ohne dem nichts nutz gewesen (3).  Die über 400 Jahre alte Burg war damit endgültig zerstört, sie wurde so gründlich geschleift, daß an einen Wiederaufbau nicht mehr gedacht werden konnte und Vogt Gerhard fortan seinen Sitz in Schönau nahm, wo schon sein Vater ansässig gewesen war. Neuer Amtssitz wurde das Dorf Schönau. Fundorte/Literatur  1 Siehe:   Kampfmann,   L.   Die   erstmalige   Verwüstung   der   rheinischen   Pfalz,   S.   12.   f.   -   Remling,   F.   X. Geschichte der Bischöfe zu Speyer, Bd. II, S. 568 f.  2 Lehmann, J. G.: Geschichte des Herzogtums Zweibrücken, S. 442.  3 Wegelnburger Vogteirechnung v. 1680, BI. 65.  4          Cunz, M. L.: Der Wasgenwald II.

Die endgültige Zerstörung

der Wegelnburg

Im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges — der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. versuchte, seinen Anspruch auf die Kurzpfalz als Erbe militärisch durchzusetzen — zerstörten die französischen Truppen eine große Anzahl von Siedlungen, Burgen und Schlössern im südwestlichen Deutschland. Mit der großflächigen Zerstörung von Festungsbauten wollte Ludwig XIV. jede zukünftige militärische Bedrohung aus dem Reich erschweren. Im Frühling 1680 fielen deshalb auf Befehl Ludwigs XIV. bereitstehende französische Truppen in die von Frankreich beanspruchten Gebiete ein und besetzten alle Orte bis zur Queich mit Waffengewalt (1). So auch das Amt Wegelnburg, das durch den, in Weißenburg residierenden, königlich französischen Landvogt Wilhelm Pape von Espel eingenommen wurde. Dabei warf man die pfalz-zweibrückischen Zollstöcke nieder, riß die Wappen ab und schlug dafür das französische Lilienbanner an. Die Untertanen wurden zur Huldigung gezwungen und ihnen durch den Landvogt bei Leibes- und Lebensstrafe verboten, dem früheren Herrn gehorsam zu sein und weiterhin Hauptrecht, Leibbede und Fronleistungen dem Herzogtum Zweibrücken zu liefern. In diesem Jahre fielen die meisten noch bestehenden Burgen des Wasgaus und der Nordvogesen, die nicht schon während des Holländischen Krieges zerstört worden waren, Ludwigs XIV. sinnloser Zerstörungswut zum Opfer. Schöneck, Wasigenstein, Fleckenstein, Hohenburg, Wegelnburg sowie die Madenburg und Neukastel sanken in Schutt und Asche.Vermutlich im Oktober 1680 (2) war der berüchtigte General, Baron von Monclar, von Landau aus mit seinen Reiterscharen in das Amt Wegelnburg eingebrochen und hatte die von der Besatzung verlassene gleichnamige Burg besetzen und durch einen Mienerier in die Luft sprengen lassen. Vorher war es allerdings Vogt Johann Balthasar Gerhardt noch gelungen, sein Hab und Gut, sowie die auf der Burg befindlichen Geschütze, in Sicherheit zu bringen. Auch die Eisenöfen und anderes in den Mauern und an den Türen befindliche alte Eisen ließ er durch die 11, noch vorhandenen Untertanen mit zwei Fuhren im Frondienst verladen und nach Nothweiler fahren. Geschütz und altes Eisen verkaufte er später, „weillen solches ohne dem nichts nutz gewesen (3).  Die über 400 Jahre alte Burg war damit endgültig zerstört, sie wurde so gründlich geschleift, daß an einen Wiederaufbau nicht mehr gedacht werden konnte und Vogt Gerhard fortan seinen Sitz in Schönau nahm, wo schon sein Vater ansässig gewesen war. Neuer Amtssitz wurde das Dorf Schönau. Fundorte/Literatur  1 Siehe:   Kampfmann,    L.    Die    erstmalige    Verwüstung    der    rheinischen Pfalz, S. 12. f. - Remling, F. X. Geschichte   der   Bischöfe   zu   Speyer,   Bd.   II,   S. 568 f.  2 Lehmann, J. G.: Geschichte des Herzogtums Zweibrücken, S.  442.  3 Wegelnburger Vogteirechnung v. 1680, BI. 65.  4          Cunz, M. L.: Der Wasgenwald II.  
Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gerne gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg
e-mail: falkenmuehle@gmail.com  Telefax: +496394-6110199  Falkenmühle						         			 76891 Falkenmühle		   Südwestpfalz Deutschland www.falkenmuehle.de	 +49 6394-993977
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