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Fundorte/Literatur Burg Fleckenstein von Fritz Eyer, 1971 Gründe für Burgenbau und Herrschaftsbildung: digi.ub.uni-heidelberg.de /diglit/ biller 1985, Peter Müller: Die Herren von Fleckenstein im späten Mittelalter. Untersuchungen zur Geschichte eines Adelsgeschlechts im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet (Geschichtliche Landeskunde, 34), Stuttgart 1990. Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg
Abbildung vor der Zerstörung durch die Truppen  des französischen Generals Joseph de Montclar 1687 Burg Girbaden, größte Burgruine des Elsass
Die Staufer Einige, in der heutigen Südpfalz und im Elsass errichtete Burgen, verdanken ihre Gründung dem Umstand, dass Friedrich II. von Schwaben, ein Staufer,  im Jahre 1100 die Vogtei über das Reichskloster Weißenburg erwerben konnte. Verbunden war damit eine umfangreiche Grundherrschaft, dies führte jedoch noch nicht zum Bau der Wegelnburg. Der genaue Zeitpunkt des Baubeginns der Wegelnburg ist - wie bei vielen Burgengründungen - unbekannt. Die erste Hälfte des 13. Jh. war der Höhepunkt des Burgenbaues, um 1200 hatte das Abendland eine Wachstumsphase hinter sich, die wirtschaftlichen Voraussetzungen waren gut, Geld spiele eine wachsende Rolle, Zinse, Steuern und Abgaben wurden zwar noch mehrheitlich in Naturalien entrichtet, aber teilweise auch schon in Geld.
Federico 1212 bricht Friedrich, genannt Federico, aus Sizilien nach Deutschland auf. Abenteuerlicher holte sich nie ein König sein Reich - waffenlos, geldlos, siebzehn Jahre alt. Drei Monate braucht der junge Staufer für die Eroberung des südlichen deutschen Reiches zwischen Burgund und  Böhmen. Dann war Federicos Lieblingssitz in Deutschland die Pfalz in Hagenau, mindestens 24-mal besuchte der Süditaliener seine dortige Residenz. Längere Zeit hielt er sich in den Herbst- und Wintermonaten 1215/16, sowie der Winter- und Frühjahrszeiten in den Jahren 1218, 1219 und 1220, dort auf.
Die Pfalz in Hagenau Hagenau liegt nahezu im Zentrum der Zaberner Bucht, der die Stadt umgebende Heilige Forst (Forêt de Haguenau) ist das größte geschlossene Waldgebiet in der elsässischen Ebene und war das Jagdgebiet der Herzöge von Schwaben. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich der Einäugige im Flüsschen Moder eine Wasserburg errichten, die sein Sohn, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, zu einer Pfalz ausbaute. Bereits 1164 hatte Kaiser Friedrich Barbarossa den von ihm als Residenz sehr geschätzten Ort zur Stadt erhoben. Im 13.Jh. wurde Hagenau zu einer der bevölkerungs- und flächenmäßig größten Städte des Elsasses. 1216 lässt Friedrich seine Frau Konstanze und seinen Sohn Heinrich mit deutlich politischer Absicht nach Deutschland kommen. Friedrich mühte sich wo immer sich Gelegenheit dazu bot, Besitz und Rechtsstellung seiner staufischen Vorgänger wieder in seine Hand zu bekommen, diese Basis durch zusätzliche Gewinne zu erweitern unddas Ganze durch eine leistungsfähige Administration zusammenzuhalten und zu nützen. Das staufische „Reichssteuerverzeichnis“ von 1241 zeigt, dass Friedrich II. jährlich ca. 1250 Silbermark aus dem Elsass bezog, d.h. mehr aus jeder anderen deutschen Provinz (MGH Const. III,S. S 2-5 (hier 3). 
Die erste Erwähnung Die Wegelnburg als Anlage tritt erstmals 1247 in das Licht der Geschichte. Damals verlieh Konrad IV., der einzige Sohn von Kaiser Friedrichs II., der formal seinen Vater vertrat und dessen zweiter Ehefrau Isabella von Brienne, der Königin von Jerusalem, an Graf Friedrich II. von Leiningen, das Dorf Sankt Paul bei Weißenburg und die Lehen, die zuvor ein B. (Berthold?) de Waeglenburc, der kinderlos gestorben war, besessen hatte. Die Erwähnung dieser Verleihung, durch den Sohn von Friedrich II., ist ein weiteres Indiz, dass die Wegelnburg und der Staufer Friedrich II. (genannt Federico),  in Zusammenhang stehen. Schulte, zu dem neugefundenen Verzeichnis der Steuern des Reichsgutes vom Jahre 1241, in ZGO 52, 1898, S. 425-440, hier 430). Aber nicht nur Geldgeschäfte sondern auch die Verpfändung, oder die Leibrente bürgerten sich zu dieser  Zeit ein, auch die Burglehen gehörten dazu. Diese bestanden oft entweder aus einer Geldsumme, oder aus einer wiederkäuflichen Rente. (s. unten, 1.4.5. und Maurer, Rechtsverhältnisse, hier 157-165). Rentenburglehen waren dabei nur ein Notbehelf im Vergleich mit der Besoldung von Burgbesatzungen, weil ein Lehen stets eine Vorauszahlung für noch nicht geleistete Dienste war, und weil das Lehnswesen sich immer, besonders im Fall der Burglehen, sich zum Nachteil der Lehnsherren entwickelte. Friedrich II. scheute sich auf jeden Fall nicht, um an liquide Mittel zu gelangen, bei Bedarf Besitztümer zu verpfänden, so bereits 1213 Rosheim, ca. 30 km südwestlich von Straßburg, welches er an den Herzog von Lothringen für 1000 Silbermark verpfändete. (Huillard I/I, S.222;  RI V/1, Nr. 674) Friedrich II. nutzte überhaupt alle vorgenannten Möglichkeiten und bewies damit dass er einerseits das nötige Geld hatte seinen Besitz zu mehren, andererseits seine Bareinkünfte anscheinend nicht ausreichten, um regelmäßig Sold zu zahlen. Als Baumeister hinterließ Friedrich II. der Welt ein riesiges architektonisches Erbe, welches über das gesamte südliche Italien und seinem nordalpinen Reichsteil verstreut ist. Er ließ durch zahlreiche Bauwerke seine Herrschaft vergegenwärtigen und sichern. Nach neueren Forschungen, sind im sizilischen Reich von dem Jahr der Kaiserkrönung 1220, bis zum Tod des Staufers 1250, 287 Bauwerke ausgebaut oder neu errichtet worden. 
Die Zeit der Umbrüche Friedrich II. wollte, wie alle anderen Staufer vor ihm, die Verselbständigungstendenzen des Adels und dessen Machtstreben und Besitzansprüche bremsen und sich durch eigene vermehrte Beteiligung am Burgenbau, Stützpunkte der Raumbeherrschung zu schaffen. Ein wichtiger Bestandteil seiner Politik, war dabei der Einsatz von Dienstleuten, die nicht nur über die Stauferburgen verfügten, sondern sogar mit Unterstützung der Staufer diese Burgen bauten (z.B. Burg Landsberg). Diese Ministerialen hatten in dieser Zeit einen bedeutenden Aufstieg, eine Minderheit konnte dabei die Abhängigkeit von ihrem Dienstherrn lockern und die Unfreiheit zum Teil abstreifen. Dieses ging schließlich soweit, dass kurz vor dem Tod von Friedrich II., der zu diesem Zeitpunkt wieder in Sizilien weilte, im Jahre 1246 die Staufer so dramatisch auf Ihre Dienstleute angewiesen waren, dass sie praktisch keine Autorität mehr über Sie hatten. Auch die Kirche erlebte große Veränderungen. Die Benediktinerklöster in denen sich lange Zeit Reichtum konzentriert hatte, verloren viel von Ihrer Kraft. Ihre Wirtschaftsweise die auf den Erträgen von zu Zins ausgegebenem Landbesitz beruhte war überholt. Alte Abteien wie Weißenburg oder Münster hatten zwar noch große Vermögen, aber mit wachsendem Erfolg bemühten sie sich, ihre Einkünfte auf die Erträge der Grundherrschaft zu beschränken und die viel größeren Erträge der Bannherrschaft an sich zu bringen. Ein Musterbeispiel sind die Verträge, die Friedrich II. 1217 mit St.Fides in Schlettstadt und 1235 mit Münster schloss. Die Zisterzienser passten ihre Wirtschaftsweise besser dem Vordringen der Geldwirtschaft an. Auch wurde Ihre Lebensweise besser respektiert, selbst Friedrich II. wollte in einer Zisterzienserkutte sterben (H.M Schaller, Die Frömmigkeit Friedrich II., in: Deutsches Archiv 51, 1995, 493-513 (frz.Übersetzung in:PA 192,2000/3,S. 3-14) Hatten im 11. Jahrhundert die Staufer das Elsass noch fest im Griff, so veränderte sich dieses schlagartig als Heinrich VI. 1196 nach Italien ging. Der unerwartete Tod Heinrichs VI. 1197 führte dazu, dass der Bischof von Straßburg zum gefährlichsten Gegner der Staufer wurde, dazu gesellten sich die Grafen von Dagsburg und der Herzog von Zährigen, gemeinsam besetzten und verwüsteten sie die staufischen Besitzungen im Elsass. 1198 und 1199 erschien daher der Staufer Philipp von Schwaben mit einem Heer im Elsass, zerstörte unter anderen auch die Burg von Graf Albrechts von Dagsburg und belagerte Straßburg mit Kriegsmaschinen. Der Straßburger Bischof unterwarf sich, Philipp musste jedoch auf die staufischen Kirchenlehen verzichten, dieses waren Besitzungen, mit welchen frühere Bischöfe Friedrich I. belehnt hatte. Mitten in diesen Umbrüchen findet sich Friedrich II. als er 1212 im Elsass erschien. Zwar erkannte ihn das Land sofort an, so auch der neue Bischof Heinrich von Veringen, nur Hagenau musste erobert werden. Dieses gelang mit Hilfe des Herzogs von Lothringen, Friedrich versprach dafür 3200 Silbermark, für 1000 Mark verpfändete er ihm Rosheim. (Huillard I/1,S. 222;RI V/1, 673b und 674). Bereits 1213 verstarb der Herzog, worauf sein Sohn Thibaud in das Lager Ottos IV. wechselte. Als Antwort entzog Friedrich II. Rosheim, ohne jedoch die Pfandsumme zu erlegen. 1218 versuchte Thibaud den Ort zurückzuerobern, erlitt aber eine so vernichtende Niederlage, dass Lothringen sich hütete, Friedrich II. nochmals in die Quere zu kommen.
Der Schlüssel zur Burgenpolitik Friederichs Als eine Art Schlüssel zur Burgenpolitik Friedrich II. wird dieser Krieg angesehen, viele Ausbauten und Neubauten dürften Ihre Ursache in diesem Krieg haben, jedoch war der staufische Burgenbau auch gegen den Straßburger Bischof gerichtet. Die kaiserliche Burgenpolitik von Friedrich II. nahm wenig Rücksicht auf die lokalen Mächte, die im Falle der Wegelnburg  die Fleckensteiner waren. Friedrich II. hatte höhere Ziele, dieses tritt besonders inmitten des kaiserlichen Machtdreiecks Hagenau-Kaiserslautern-Trifels hervor. Ziel war es wohl auch, die Besitzungen zu verschmelzen. Die Wegelnburg war somit ein wichtiger Bestandteil in einem, sich am Vogesen- und Haardt Rand entlangziehenden, Befestigungsgürtel (Burgensystem).  Als Teil dieses Systems hatte die Burg eine Art Brückenfunktion, indem sie das dazwischenliegende Land verwaltungsmäßig erfasste, militärisch absicherte und mit den anderen kaiserlichen Zentren verbinden sollte.  Ziemlich genau auf halbem Weg,  zwischen der Pfalz Kaiserslautern und der Pfalz Hagenau, in exponierter Lage, dürfte nach den Vorstellungen von Friedrich II., der richtige Ort für eine staufische Verwaltungsburg als Höhenburg gewesen sein. Auf Grund der Größe und der Lage (staufischen Burgen als siedlungsferne Burgen wurden sehr oft in ausgeprägter Höhenlage errichtet), musste der Wegelnburg eine besondere Bedeutung zugekommen sein.
Die Staufer und ihre Ministeriale Der Bau von Burgen, hatte den Staufern nicht nur erlaubt, einen steten Druck auf die Angrenzer und deren Vasallen auszuüben, sondern auch die Zahl der ihnen verpflichteten Dienstleuten oder  Adligen erheblich zu vergrößern. So kam es, dass auch die Herren von Fleckenstein, wie auch die Adligen oder Ministerialen von Winstein, Wasigenstein und anderen, mit Aufgaben betraut wurden, welche ihre stete Anwesenheit in Hagenau erforderlich machten. Sie überließen deshalb die Burghut einem Mitglied ihrer Familie, oder aber auch einem ihnen verpflichteten Burgvogt. Sie selbst aber hielten sich zumeist in Hagenau auf, wo sie Haus und Hof und dadurch auch das Bürgerrecht erwarben.
Verlorenes Gut der Staufer Beinahe von Anfang an seines Aufenthaltes im nördlichen Reich, war Friedrich darauf aus, verlorenes Gut zurück und neues hinzuzugewinnen. Er trachtete danach, Kirchenvogteien und Kirchenlehen in seine Hand zu bekommen, schaltete sich aber energisch auch beim Aussterben reicher Adelsdynastien ein, um ihre Reichslehen zu sichern oder Erbansprüche als Verwandter anzumelden (Der Dagsburger Erbstreit 1225-1230). Nicht immer ist ihm das gelungen, so versuchte Friedrich II. auch, um die geistlichen Fürsten für seine italienisch-sizilianische Politik zu ködern, aus Antipathie gegen die Städte, den ganzen Entwicklungsstand durch die Edikte von Ravenna und Ulm aufzuhalten (die fränkischen Gaugrafschaften Seite 35 und Cf. Schaube Z.O.G.N.F.ff. und Winkelmann, Friedrich II.p.407), doch der damalige Zeitgeist war stärker. Umso wichtiger dürfte ihm die Wegelnburg, als eine räumliche Befestigung gewesen sein. Bereits vor Friedrich II. konnten die Staufer auf eine starke Position im Weißenburger Gebiet zurückgreifen, wo sie schon als Herzöge die Vogtei über das Kloster Weißenburg besaßen und daneben die Entstehung der Stadt Weißenburg mit allen Mitteln vorantrieben (Werle, H.: Das Erbe des salischen Hauses, S.127 ff.).
Der Zeitpunkt der Erbauung Es stellt sich die Frage, in welchem Zeitraum hat Friedrich II. den Auftrag erteilt,  die Wegelnburg als neuen Verwaltungsbesitz für das Wegelnburger Land zu erbauen. Hatte er anfänglich Differenzen  mit den Fleckensteinern, wollte er Ihnen seine Größe und Überlegenheit beweisen? Friedrich II. Bauinitiative war zu diesem Zeitpunkt von politisch-militärischen Gesichtspunkten bestimmt. Ein gutes Beispiel ist die Burg Girbaden (französisch Château de Guirbaden) bei Mollkirch (Département Bas-Rhin), welche 1137 als Girbadun urkundlich erstmals erwähnt worden ist. Die genaue Erbauungszeit ist unbekannt, nachgewiesen ist jedoch, dass Friedrich I. Barbarossa 1162 die Anlage 1162 zerstören ließ. Wieder aufgebaut ist offen, ob die Burg 1199 von Phillip von Schwaben abermals zerstört wurde. 1212 nimmt Herzog Theobald von Lothringen, nach dem Tod von Graf Albert von Dagsburg, die Burg in seinem Besitz. Er stirbt jedoch bereits 1213, sein Sohn Herzog Theobald begeht jedoch 1218 den Fehler, Reichsbesitz in Rosheim anzugreifen und gerät somit in Konflikt mit Friedrich II. Dieser unternimmt im gleichen Jahr einen Heerzug nach Lothringen und unterwirft Herzog Theobald.
Ähnlichkeiten 1219 beginnt Friedrich II. die heute mit über 200 Metern Länge und 60 Metern Breite größte Burgruine des Elsass, mit großem Aufwand aus und umzubauen, ein alte Teil der Burg verblieb dabei in dagsburgischem Besitz. Die Datierung dieser Baumaßnahmen ist aus der Einheitlichkeit der Steinmetzzeichen und den Einzelformen und aus den Urkunden der Jahre 1219- 1226 herzuleiten.( RI V/1 936). Es entsteht ein pfalzartiger Neubau mit Saalbau und zweitem Bergfried westlich der alten Anlage, auf einem von mehreren Bögen überspannten Buntsandstein-Felssockel am Ostende der Anlage. Die Burg wurde mit einem Aufwand modernisiert, der einem kaiserlichen Sitz entsprach, denn zu diesem Zeitpunkt verfolgte Friedrich II. noch das Ziel, die staufischen und Reichsrechte in dieser Region zu stärken. Der dagsburgische Erbfall und der dazukommende unbesonnene Angriff des Herzogs von Lothringen boten ihm die Möglichkeit, Fuß auf der wohl wichtigsten Hochadelsburg dieses Raumes zu fassen. Dass dies in der Zeit von 1219 bis 1226 geschah, 1226 überließen Friedrich II. und Heinrich (VII.) ihren Burgteil dem Bischof von Straßburg, der 1241 auch den dagsburgischen Teil in seinen Besitz brachte. Dieses ist jedoch ein anderes Thema.
Die Wegelnburg, der Bau und der politische Zusammenhang Der größere politische Zusammenhang der Ereignisse mit dem Bau der Wegelnburg, ist in keiner Quelle dargestellt, lässt sich aber erschließen. Nachgewiesen ist, dass Friedrich II. von Hagenau im Elsass aus, in einem ungeheuren Tempo sein Erbland nach allen Seiten gesichert hat. Er hatte erkannt, dass er sein Erbland gegen den Bischof von Straßburg und dessen Verbündete verteidigen muss. So kamen burgbauenden Ministerialen zum Zuge, bzw. in den Besitz einer Burg. Allerdings brachten die neuen Burgengründungen auch eine Zerteilung des Gebietes mit sich und führten zur Entstehung von selbständigen Herrschaften. Nur ein Teil verblieb in Reichsbesitz und bildete bis 1330 das reichseigene Amt Wegelnburg. Das südlich und westliche daran anschließende Land, entwickelte sich später zum Herrschaftsgebiet der Fleckensteiner. Es ist daher keine Überinterpretation, dass die Burgen des 13. Jh. im Nordelsass ehr den Interessen der Dienstleute und Ministerialen, als den Staufer selbst, dienten.
Die Erbauung lässt sich datieren Die Wegelnburg lag zum Zeitpunkt der Erbauung, in der 1.Hälfte des 13.,Jh.,  in der Nähe einer wichtigen Straße, welche die Kaiserpfalzen der Staufer in Hagenau und Kaiserslautern verband. Auch aus diesem Grunde kam der Wegelnburg auch eine strategische Bedeutung zu. Der Auftrag zur Errichtung der Burg, wurde wahrscheinlich in den Zeiträumen der Herbst- und Wintermonate 1215/16, oder der Winter- und Frühjahrszeit in den Jahren 1218, 1219, spätesten 1220 erteilt. Bei einer Bauzeit von ca. 8 – 10 Jahren, war die Burg zum Zeitpunkt der Rückkehr von Friedrich II. aus Sizilien, 1235/36 fertiggestellt. Dieser Zeitraum lässt sich auch aus den im Jahr 2008 und 2016 auf der Burg gefundenen Bauteilen, welche zu einem herrschaftlichen qualitativ hochwertigen Bau aus diesem Zeitraum gehören, belegen. 1220 im Dezember kehrt Friedrich nach über achtjähriger Abwesenheit nach Sizilien zurück.
Weitere Indizien für den Zeitpunkt der Erbauung Weitere Indizien für den Zeitraum der Erbauung der Wegelnburg sind die folgenden Abbildungen. Die erste Karte zeigt die Besiedlung des Gebietes um Windstein um 1200, als bekanntes Beispiel des Biographen Herzog Friedrichs I.
Erfasst sind hier die Burgen Fleckenstein, Windstein, Falkenstein, Lützelburg, Dagsburg und  Trifels. Diese Abbildung ist mit der nächsten Karte aus dem Jahre 1340 zu vergleichen, hier finden wir dann die Wegelnburg, in ihrem Umfeld  sind weitere 21 Burgen zu finden.  Gegenüber dem Zustand um 1200 sind nur vier Hofgruppen bzw. Dörfer hinzugekommen, (Wasenburg und Groß- Arnsberg sind außerhalb des Untersuchungsgebietes).
Die Wegelnburg ist doppelt eingezeichnet, dies könnte ein Hinweis auf die Burgteile Wachtfels und Krötenstuhl sein. Sofern die Eintragung (Wegelnburg vor 1246, zweite Eintragung Wegelnburg ohne Datum) richtig ist, muss daraus abgeleitet werden, dass die Wegelnburg bereits vor 1246 erbaut worden ist. Erstmals wird die Wegelnburg 1247 erwähnt, somit muss der Zeitpunkt der Erbauung, in die Zeit der Herrschaft von Friedrichs II., gelegt werden.
Die Fleckensteiner als Erbauer Als Friedrich II. 1235 zum zweiten Mal länger in Deutschland erschien, diente ihm die Pfalz in Hagenau wiederum als bevorzugte Residenz, vor allem als Winterquartier. Den Winter zum Jahre 1236 verbringt Friedrich II. dort jagend, hofhaltend und studierend. In der zweiten Hälfte des Jahres 1236 zieht sich Friedrich wieder nach Italien zurück. An der Spitze eines  Heeres das Friedrich II. um die gleiche Zeit nach Italien schickte (1273: J. de Pange, Catalougue des actes de Ferri III, duc de Lorraine (1251-1303) 1930, Nr. 447; 1411; LAS F1/105 B1 52, Nr. 22. 1443 (etwas unsicher); StAD D 21 A 6/4b B1. 8r.) könnte Gottfried von Fleckenstein, der identisch sein könnte mit Gottfried Puller, der 1241 mit Friedrich II. an der Belagerung von Faenza in der Romagna teilnahm (RI V/1, Nr. 31393) gestanden haben.
Dieser Gottfried von Fleckenstein, oder Gottfried Puller genannt, kann man als Erbauer der Hohenburg, die sich in unmittelbarer Nähe der Wegelnburg befindet, ansehen. Der Fleckenstein selbst, bereits auf der Karte von 1220 erfasst, wurde vermutlich um 1000 von Saliern erbaut. Es ist davon auszugehen, dass die Burg den Handelsweg zwischen den salischen Besitzungen schützen sollte. Zu Zeiten Friedrich II. war der Fleckenstein eine Reichsburg und gleichzeitig der Stammsitz der Fleckensteiner.   1129 wird mit Gottfried I. erstmals ein Herr von Fleckenstein in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Nach dem Machtübergang der Salier zu den Staufern, sind die Fleckensteiner auch den Staufern als Treue Vasallen zu Diensten. 1174 datiert die zweite urkundliche Erwähnung der Brüder Gottfried, Konrad und Friedrich, die Enkel Gottfrieds I.. 1248 wurde Heinrich von Fleckenstein zum Reichsschultheiß von Hagenau ernannt, das heißt, er wurde der Repräsentant der Reichsgewalt für den gesamten vom Verwaltungszentrum Hagenau abhängigen Bezirk. Wenn man weiß, dass in jener Zeit die Hohenstaufen zumeist in Sizilien residierten, so kann man ermessen, welche Bedeutung dieses Amt hatte und wie erheblich es den Einfluss und die Macht der Fleckensteiner stärkte. Dazu kam noch, dass kurz darauf Konrad von Hohenstaufen, die Herren von Fleckenstein, ebenfalls mit der Hut sämtlicher Reichsburgen im Hagenauer Raum betraute. Damit war auch die Wegelnburg in der Hand der Fleckensteiner. Als die Staufer aussterben, kommen die Fleckensteiner während der kaiserlosen Zeit (Interregnum) unter den Druck der Kirche. Doch wollen sie die staufischen Burgen und Besitzungen nicht einfach so an die Kirche abtreten. Stattdessen wenden sie sich an die Markgrafen von Baden und die Stadt Hagenau, deren Bürger sie seit vielen Jahren sind. So schaffen sie es, ohne größere Gebietsverluste diese Zeit zu überstehen, sie mussten jedoch, nach dem Tod Friedrichs II., die  von Ihnen besetzten Burgen Löwenstein, Hohenburg und wohl auch Wegelnburg herausgeben oder zumindest die Lehnshoheit des Reiches anerkennen. Dieses würde die Zurückeroberung der Wegelnburg durch Rudolf von Habsburg erklären. Es lässt sich jedoch aus diesen Ereignissen kein Zusammenhang mit der Erbauung der Wegelnburg, durch die Fleckensteiner herstellen.
Die wichtigsten Territorialgewalten im Umfeld der Wegelnburg Die wichtigen Territorialgewalten, die im Umfeld der Wegelnburg, im vorgenannten Zeitraum noch als Erbauer in Frage kommen, sind schnell aufgezählt. Es handelte sich um das Bistum Straßburg, Lehensträger des Herzogs von Lothringen und Funktionsträgern der Pfalz Hagenau. Die  "Reichsburgen" des Gebietes können bei genauer Betrachtung ausnahmslos in die Zeit vor dem Bau der Wegelnburg gesetzt, bzw. davon in Abhängigkeit gebracht werden. Dies gilt zuallererst für den Fleckenstein, dessen Herren zwar bis in das 13. Jh. die Funktion von Burgmannen der Pfalz Hagenau wahrnahmen, deren Burgen und deren Besitz aber im Reichsgebiet lagen - also in einer Zeit, wo es noch schwerer war, sich den königlichen Rechtsansprüchen auf Burgen zu entziehen. Ohne Zweifel begünstigte die von den staufischen Herrschern in diesem Gebiet und an der Kaiserpfalz zu Hagenau gewährte starke Stellung der Reichsministerialen von Fleckenstein die spätere Entwicklung zur eigenen Territorialmacht und, neben den Herren von Lichtenberg, zum mächtigsten Adelsgeschlecht im unteren Elsass. Bei den Fleckensteiner hat es den Anschein, dass dieses Geschlecht so fest mit dem Fleckenstein verbunden war, dass der Fleckenstein selbst und mit ihm auch die zugehörigen Güter und Liegenschaften, in späteren Jahren nicht mehr als kaiserliches Lehen, sondern als Eigenbesitz (Allod) der Familie angesehen wurden. Es ist davon auszugehen, dass die Umgebungen der Burgplätze Wegelnburg, Hohenburg und Fleckenstein ein zusammenhängendes Gebiet darstellten, welches vormals aus Reichsgut, bzw. Königsgut bestand. Die Konzentration der Burgen im Nordelsass Die Konzentration der Burgen im Nordelsass ist kaum mit den Bedürfnissen der Staufer zu erklären, vielmehr dürfte Ihre Erbauung den Eigeninteressen der Erbauer gedient haben. Die Ministerialen bauten mehr für sich, als für Ihre Dienstherren. Unter dem Faktor ihrer Emanzipation bauten sie auf den hier reichlich vorhandenen Sandsteinfelsen, welche von Natur aus leicht zu verteidigen waren, ihre Wunschburg. Eingearbeitete Bautrupps, aus geschulten Steinmetzen und Zimmerleuten, zogen innerhalb von 7 - 10 Jahre, nach einem  vorhandenen System, mit vergleichsweise geringen Kosten, diese Burgen hoch.  Politische Schwierigkeiten dürften die Erbauer wohl kaum befürchtet haben, die Gegend war weder strategisch noch wirtschaftlich sehr interessant. Was bedeutet dieser rege Burgenbau seitens der Ministerialen. Da ein Ministeriale per definitionem mit Leib und Gut Eigentum seines Dienstherren ist, muss seine Burg diesem uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Sie ist auf dessen Befehl und für dessen Zweck erbaut, und dem Ministerialen nur zur Bewachung anvertraut. Dieses trifft unbedingt noch für die Zeit der Erbauung der Wegelnburg zu, ab der Mitte des 12. Jh. hat sich dann die Abhängigkeit der Dienstherren von ihrem Herren ständig gelockert. Es bleibt festzuhalten, dass Friedrich II. wohl ahnte wohin der Burgenbau der Ministerialen im Nordelsass führen würde, er war aber so auf diese angewiesen, dass er den Bau nicht verwehren konnte. Als Zeichen seiner Macht, sozusagen als Gegengewicht, ließ er jedoch die Wegelnburg erbauen. Friedrich II. und der Straßburger Bischof 1236 kurz vor seiner Rückkehr nach Italien, vernachlässigte Friedrich II. die deutsche Politik zu Gunsten der italienischen und hatte kein Interesse mehr am Burgenbau Er schloss mit dem Bischof von Straßburg Frieden,  verzichtete auf das Dagsburger Erbe und auf Thann im Elsass und stimmt  sonst einem ziemlich ausgeglichenen Kompromiss zu. Er übernahm Rosheim und Mülhausen, gab dagegen Zabern und Molsheim an den Bischof ab. Weiter setzte er Wölfelin als Schultheißen von Hagenau ab. Dieser hatte etwa ab 1219 als Reichslandvogt im Elsass fungiert und den Bau der Reichsburgen und die Gründung von Reichsstädten überwiegend geleitet. Damit wollte wohl Friedrich II. dem Bischof mitteilen, dass er sich von seiner Baupolitik abgewendet hat. Sicher erwartete er dadurch eine Neutralität des Bischofs, wurde aber bitter enttäuscht, denn bereits 1246 beteiligte sich Bischof Heinrich (1244-1259) an der Wahl des Gegenkönigs Heinrich Raspe, und bis 1248 hatte er die meisten Reichsgüter am Oberrhein erobert (RBS II 1156-1161, 1174,1260, 1270,1277, usw). 1262 musste allerdings die bischöfliche Herrschaft, den größten Teil dieser Reichsgüter wieder abgeben. Es bleibt als Ergebnis aus diesen Ereignissen festzustellen, das Zeitfenster der Erbauung der Wegelnburg muss vor 1236 liegen.
riedrich ll. F Federico
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Friedrich II. der Erbauer der Wegelnbug

Friedrich II. Erbauer der Burg

Fundorte/Literatur Burg Fleckenstein von Fritz Eyer, 1971 Gründe für Burgenbau und Herrschaftsbildung: digi.ub.uni-heidelberg.de /diglit/ biller 1985, Peter Müller: Die Herren von Fleckenstein im späten Mittelalter. Untersuchungen zur Geschichte eines Adelsgeschlechts im pfälzisch-elsässischen Grenzgebiet (Geschichtliche Landeskunde, 34), Stuttgart 1990. Hinweis: Veröffentlichungen oder Auszüge sind unter der Voraussetzung der Quellenangabe gerne gestattet. Form der Quellenangabe, Druckwerke/PDF usw.: Name des Autors: Peter Müller-Helbling Titel des Werks: Die Wegelnburg
e-mail: falkenmuehle@gmail.com  Telefax: +496394-6110199  Falkenmühle						         			 76891 Falkenmühle		   Südwestpfalz Deutschland www.falkenmuehle.de	 +49 6394-993977
                                         Einige, in der heutigen Südpfalz und im Elsass errichtete Burgen, verdanken ihre Gründung dem Umstand, dass Friedrich II. von Schwaben, ein Staufer,  im Jahre 1100 die Vogtei über das Reichskloster Weißenburg erwerben konnte. Verbunden war damit eine umfangreiche Grundherrschaft, dies führte jedoch noch nicht zum Bau der Wegelnburg. Der genaue Zeitpunkt des Baubeginns der Wegelnburg ist - wie bei vielen Burgengründungen - unbekannt. Die erste Hälfte des 13. Jh. war der Höhepunkt des Burgenbaues, um 1200 hatte das Abendland eine Wachstumsphase hinter sich, die wirtschaftlichen Voraussetzungen waren gut, Geld spiele eine wachsende Rolle, Zinsen, Steuern und Abgaben wurden zwar noch mehrheitlich in Naturalien entrichtet, aber teilweise auch schon in Geld.
Federico 1212 bricht Friedrich, genannt Federico, aus Sizilien nach Deutschland auf. Abenteuerlicher holte sich nie ein König sein Reich - waffenlos, geldlos, siebzehn Jahre alt. Drei Monate braucht der junge Staufer für die Eroberung des südlichen deutschen Reiches zwischen Burgund und  Böhmen. Dann war Federicos Lieblingssitz in Deutschland die Pfalz in Hagenau, mindestens 24-mal besuchte der Süditaliener seine dortige Residenz. Längere Zeit hielt er sich in den Herbst- und Wintermonaten 1215/16, sowie der Winter- und Frühjahrszeiten in den Jahren 1218, 1219 und 1220, dort auf.
Die Pfalz in Hagenau Hagenau liegt nahezu im Zentrum der Zaberner Bucht, der die Stadt umgebende Heilige Forst (Forêt de Haguenau) ist das größte geschlossene Waldgebiet in der elsässischen Ebene und war das Jagdgebiet der Herzöge von Schwaben. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich der Einäugige im Flüsschen Moder eine Wasserburg errichten, die sein Sohn, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, zu einer Pfalz ausbaute. Bereits 1164 hatte Kaiser Friedrich Barbarossa den von ihm als Residenz sehr geschätzten Ort zur Stadt erhoben. Im 13.Jh. wurde Hagenau zu einer der bevölkerungs- und flächenmäßig größten Städte des Elsasses. 1216 lässt Friedrich seine Frau Konstanze und seinen Sohn Heinrich mit deutlich politischer Absicht nach Deutschland kommen. Friedrich mühte sich wo immer sich Gelegenheit dazu bot, Besitz und Rechtsstellung seiner staufischen Vorgänger wieder in seine Hand zu bekommen, diese Basis durch zusätzliche Gewinne zu erweitern unddas Ganze durch eine leistungsfähige Administration zusammenzuhalten und zu nützen. Das staufische „Reichssteuerverzeichnis“ von 1241 zeigt, dass Friedrich II. jährlich ca. 1250 Silbermark aus dem Elsass bezog, d.h. mehr aus jeder anderen deutschen Provinz (MGH Const. III,S. S 2-5 (hier 3). Dazu
Abbildung vor der Zerstörung durch die Truppen des französischen Generals Joseph de Montclar 1687
Die erste Erwähnung Die Wegelnburg als Anlage tritt erstmals 1247 in das Licht der Geschichte. Damals verlieh Konrad IV., der einzige Sohn von Kaiser Friedrichs II., der formal seinen Vater vertrat und dessen zweiter Ehefrau Isabella von Brienne, der Königin von Jerusalem, an Graf Friedrich II. von Leiningen, das Dorf Sankt Paul bei Weißenburg und die Lehen, die zuvor ein B. (Berthold?) de Waeglenburc, der kinderlos gestorben war, besessen hatte. Die Erwähnung dieser Verleihung, durch den Sohn von Friedrich II., ist ein weiteres Indiz, dass die Wegelnburg und der Staufer Friedrich II. (genannt Federico),  in Zusammenhang stehen. Schulte, zu dem neugefundenen Verzeichnis der Steuern des Reichsgutes vom Jahre 1241, in ZGO 52, 1898, S. 425-440, hier 430). Aber nicht nur Geldgeschäfte sondern auch die Verpfändung, oder die Leibrente bürgerten sich zu dieser  Zeit ein, auch die Burglehen gehörten dazu. Diese bestanden oft entweder aus einer Geldsumme, oder aus einer wiederkäuflichen Rente. (s. unten, 1.4.5. und Maurer, Rechtsverhältnisse, hier 157- 165). Rentenburglehen waren dabei nur ein Notbehelf im Vergleich mit der Besoldung von Burgbesatzungen, weil ein Lehen stets eine Vorauszahlung für noch nicht geleistete Dienste war, und weil das Lehnswesen sich immer, besonders im Fall der Burglehen, sich zum Nachteil der Lehnsherren entwickelte. Friedrich II. scheute sich auf jeden Fall nicht, um an liquide Mittel zu gelangen, bei Bedarf Besitztümer zu verpfänden, so bereits 1213 Rosheim, ca. 30 km südwestlich von Straßburg, welches er an den Herzog von Lothringen für 1000 Silbermark verpfändete. (Huillard I/I, S.222;  RI V/1, Nr. 674).  Friedrich II. nutzte überhaupt alle vorgenannten Möglichkeiten und bewies damit dass er einerseits das nötige Geld hatte seinen Besitz zu mehren, andererseits seine Bareinkünfte anscheinend nicht ausreichten, um regelmäßig Sold zu zahlen. Als Baumeister hinterließ Friedrich II. der Welt ein riesiges architektonisches Erbe, welches über das gesamte südliche Italien und seinem nordalpinen Reichsteil verstreut ist. Er ließ durch zahlreiche Bauwerke seine Herrschaft vergegenwärtigen und sichern. Nach neueren Forschungen, sind im sizilischen Reich von dem Jahr der Kaiserkrönung 1220, bis zum Tod des Staufers 1250, 287 Bauwerke ausgebaut oder neu errichtet worden. 
Die Zeit der Umbrüche Friedrich II. wollte, wie alle anderen Staufer vor ihm, die Verselbständigungstendenzen des Adels und dessen Machtstreben und Besitzansprüche bremsen und sich durch eigene vermehrte Beteiligung am Burgenbau, Stützpunkte der Raumbeherrschung zu schaffen. Ein wichtiger Bestandteil seiner Politik, war dabei der Einsatz von Dienstleuten, die nicht nur über die Stauferburgen verfügten, sondern sogar mit Unterstützung der Staufer diese Burgen bauten (z.B. Burg Landsberg). Diese Ministerialen hatten in dieser Zeit einen bedeutenden Aufstieg, eine Minderheit konnte dabei die Abhängigkeit von ihrem Dienstherrn lockern und die Unfreiheit zum Teil abstreifen. Dieses ging schließlich soweit, dass kurz vor dem Tod von Friedrich II., der zu diesem Zeitpunkt wieder in Sizilien weilte, im Jahre 1246 die Staufer so dramatisch auf Ihre Dienstleute angewiesen waren, dass sie praktisch keine Autorität mehr über Sie hatten. Auch die Kirche erlebte große Veränderungen. Die Benediktinerklöster in denen sich lange Zeit Reichtum konzentriert hatte, verloren viel von Ihrer Kraft. Ihre Wirtschaftsweise die auf den Erträgen von zu Zins ausgegebenem Landbesitz beruhte war überholt. Alte Abteien wie Weißenburg oder Münster hatten zwar noch große Vermögen, aber mit wachsendem Erfolg bemühten sie sich, ihre Einkünfte auf die Erträge der Grundherrschaft zu beschränken und die viel größeren Erträge der Bannherrschaft an sich zu bringen. Ein Musterbeispiel sind die Verträge, die Friedrich II. 1217 mit St.Fides in Schlettstadt und 1235 mit Münster schloss. Die Zisterzienser passten ihre Wirtschaftsweise besser dem Vordringen der Geldwirtschaft an. Auch wurde Ihre Lebensweise besser respektiert, selbst Friedrich II. wollte in einer Zisterzienserkutte sterben (H.M Schaller, Die Frömmigkeit Friedrich II., in: Deutsches Archiv 51, 1995, 493-513 (frz.Übersetzung in:PA 192,2000/3,S. 3-14).  Hatten im 11. Jahrhundert die Staufer das Elsass noch fest im Griff, so veränderte sich dieses schlagartig als Heinrich VI. 1196 nach Italien ging. Der unerwartete Tod Heinrichs VI. 1197 führte dazu, dass der Bischof von Straßburg zum gefährlichsten Gegner der Staufer wurde, dazu gesellten sich die Grafen von Dagsburg und der Herzog von Zährigen, gemeinsam besetzten und verwüsteten sie die staufischen Besitzungen im Elsass. 1198 und 1199 erschien daher der Staufer Philipp von Schwaben mit einem Heer im Elsass, zerstörte unter anderen auch die Burg von Graf Albrechts von Dagsburg und belagerte Straßburg mit Kriegsmaschinen. Der Straßburger Bischof unterwarf sich, Philipp musste jedoch auf die staufischen Kirchenlehen verzichten, dieses waren Besitzungen, mit welchen frühere Bischöfe Friedrich I. belehnt hatte. Mitten in diesen Umbrüchen findet sich Friedrich II. als er 1212 im Elsass erschien. Zwar erkannte ihn das Land sofort an, so auch der neue Bischof Heinrich von Veringen, nur Hagenau musste erobert werden. Dieses gelang mit Hilfe des Herzogs von Lothringen, Friedrich versprach dafür 3200 Silbermark, für 1000 Mark verpfändete er ihm Rosheim. (Huillard I/1,S. 222;RI V/1, 673b und 674). Bereits 1213 verstarb der Herzog, worauf sein Sohn Thibaud in das Lager Ottos IV. wechselte. Als Antwort entzog Friedrich II. Rosheim, ohne jedoch die Pfandsumme zu erlegen. 1218 versuchte Thibaud den Ort zurückzuerobern, erlitt aber eine so vernichtende Niederlage, dass Lothringen sich hütete, Friedrich II. nochmals in die Quere zu kommen.
Der Schlüssel zur Burgenpolitik Friederichs Als eine Art Schlüssel zur Burgenpolitik Friedrich II. wird dieser Krieg angesehen, viele Ausbauten und Neubauten dürften Ihre Ursache in diesem Krieg haben, jedoch war der staufische Burgenbau auch gegen den Straßburger Bischof gerichtet. Die kaiserliche Burgenpolitik von Friedrich II. nahm wenig Rücksicht auf die lokalen Mächte, die im Falle der Wegelnburg  die Fleckensteiner waren. Friedrich II. hatte höhere Ziele, dieses tritt besonders inmitten des kaiserlichen Machtdreiecks Hagenau-Kaiserslautern- Trifels hervor. Ziel war es wohl auch, die Besitzungen zu verschmelzen. Die Wegelnburg war somit ein wichtiger Bestandteil in einem, sich am Vogesen- und Haardt Rand entlangziehenden, Befestigungsgürtel (Burgensystem).  Als Teil dieses Systems hatte die Burg eine Art Brückenfunktion, indem sie das dazwischenliegende Land verwaltungsmäßig erfasste, militärisch absicherte und mit den anderen kaiserlichen Zentren verbinden sollte.  Ziemlich genau auf halbem Weg,  zwischen der Pfalz Kaiserslautern und der Pfalz Hagenau, in exponierter Lage, dürfte nach den Vorstellungen von Friedrich II., der richtige Ort für eine staufische Verwaltungsburg als Höhenburg gewesen sein. Auf Grund der Größe und der Lage (staufischen Burgen als siedlungsferne Burgen wurden sehr oft in ausgeprägter Höhenlage errichtet), musste der Wegelnburg eine besondere Bedeutung zugekommen sein.
Die Staufer und ihre Ministeriale Der Bau von Burgen, hatte den Staufern nicht nur erlaubt, einen steten Druck auf die Angrenzer und deren Vasallen auszuüben, sondern auch die Zahl der ihnen verpflichteten Dienstleuten oder  Adligen erheblich zu vergrößern. So kam es, dass auch die Herren von Fleckenstein, wie auch die Adligen oder Ministerialen von Winstein, Wasigenstein und anderen, mit Aufgaben betraut wurden, welche ihre stete Anwesenheit in Hagenau erforderlich machten. Sie überließen deshalb die Burghut einem Mitglied ihrer Familie, oder aber auch einem ihnen verpflichteten Burgvogt. Sie selbst aber hielten sich zumeist in Hagenau auf, wo sie Haus und Hof und dadurch auch das Bürgerrecht erwarben.
Verlorenes Gut der Staufer Beinahe von Anfang an seines Aufenthaltes im nördlichen Reich, war Friedrich darauf aus, verlorenes Gut zurück und neues hinzuzugewinnen. Er trachtete danach, Kirchenvogteien und Kirchenlehen in seine Hand zu bekommen, schaltete sich aber energisch auch beim Aussterben reicher Adelsdynastien ein, um ihre Reichslehen zu sichern oder Erbansprüche als Verwandter anzumelden (Der Dagsburger Erbstreit 1225-1230). Nicht immer ist ihm das gelungen, so versuchte Friedrich II. auch, um die geistlichen Fürsten für seine italienisch-sizilianische Politik zu ködern, aus Antipathie gegen die Städte, den ganzen Entwicklungsstand durch die Edikte von Ravenna und Ulm aufzuhalten (die fränkischen Gaugrafschaften Seite 35 und Cf. Schaube Z.O.G.N.F.ff. und Winkelmann, Friedrich II.p.407), doch der damalige Zeitgeist war stärker. Umso wichtiger dürfte ihm die Wegelnburg, als eine räumliche Befestigung gewesen sein. Bereits vor Friedrich II. konnten die Staufer auf eine starke Position im Weißenburger Gebiet zurückgreifen, wo sie schon als Herzöge die Vogtei über das Kloster Weißenburg besaßen und daneben die Entstehung der Stadt Weißenburg mit allen Mitteln vorantrieben (Werle, H.: Das Erbe des salischen Hauses, S.127 ff.).
Der Zeitpunkt der Erbauung Es stellt sich die Frage, in welchem Zeitraum hat Friedrich II. den Auftrag erteilt,  die Wegelnburg als neuen Verwaltungsbesitz für das Wegelnburger Land zu erbauen. Hatte er anfänglich Differenzen  mit den Fleckensteinern, wollte er Ihnen seine Größe und Überlegenheit beweisen? Friedrich II. Bauinitiative war zu diesem Zeitpunkt von politisch-militärischen Gesichtspunkten bestimmt. Ein gutes Beispiel ist die Burg Girbaden (französisch Château de Guirbaden) bei Mollkirch (Département Bas-Rhin), welche 1137 als Girbadun urkundlich erstmals erwähnt worden ist. Die genaue Erbauungszeit ist unbekannt, nachgewiesen ist jedoch, dass Friedrich I. Barbarossa 1162 die Anlage 1162 zerstören ließ. Wieder aufgebaut ist offen, ob die Burg 1199 von Phillip von Schwaben abermals zerstört wurde. 1212 nimmt Herzog Theobald von Lothringen, nach dem Tod von Graf Albert von Dagsburg, die Burg in seinem Besitz. Er stirbt jedoch bereits 1213, sein Sohn Herzog Theobald begeht jedoch 1218 den Fehler, Reichsbesitz in Rosheim anzugreifen und gerät somit in Konflikt mit Friedrich II. Dieser unternimmt im gleichen Jahr einen Heerzug nach Lothringen und unterwirft Herzog Theobald.
Ähnlichkeiten 1219 beginnt Friedrich II. die heute mit über 200 Metern Länge und 60 Metern Breite größte Burgruine des Elsass, mit großem Aufwand aus und umzubauen, ein alte Teil der Burg verblieb dabei in dagsburgischem Besitz. Die Datierung dieser Baumaßnahmen ist aus der Einheitlichkeit der Steinmetzzeichen und den Einzelformen und aus den Urkunden der Jahre 1219-1226 herzuleiten.( RI V/1 936). Es entsteht ein pfalzartiger Neubau mit Saalbau und zweitem Bergfried westlich der alten Anlage, auf einem von mehreren Bögen überspannten Buntsandstein-Felssockel am Ostende der Anlage. Die Burg wurde mit einem Aufwand modernisiert, der einem kaiserlichen Sitz entsprach, denn zu diesem Zeitpunkt verfolgte Friedrich II. noch das Ziel, die staufischen und Reichsrechte in dieser Region zu stärken. Der dagsburgische Erbfall und der dazukommende unbesonnene Angriff des Herzogs von Lothringen boten ihm die Möglichkeit, Fuß auf der wohl wichtigsten Hochadelsburg dieses Raumes zu fassen. Dass dies in der Zeit von 1219 bis 1226 geschah, 1226 überließen Friedrich II. und Heinrich (VII.) ihren Burgteil dem Bischof von Straßburg, der 1241 auch den dagsburgischen Teil in seinen Besitz brachte. Dieses ist jedoch ein anderes Thema.
Burg Girbaden, größte Burgruine des Elsass
Die Wegelnburg, der Bau und der politische Zusammenhang Der größere politische Zusammenhang der Ereignisse mit dem Bau der Wegelnburg, ist in keiner Quelle dargestellt, lässt sich aber erschließen. Nachgewiesen ist, dass Friedrich II. von Hagenau im Elsass aus, in einem ungeheuren Tempo sein Erbland nach allen Seiten gesichert hat. Er hatte erkannt, dass er sein Erbland gegen den Bischof von Straßburg und dessen Verbündete verteidigen muss. So kamen burgbauenden Ministerialen zum Zuge, bzw. in den Besitz einer Burg. Allerdings brachten die neuen Burgengründungen auch eine Zerteilung des Gebietes mit sich und führten zur Entstehung von selbständigen Herrschaften. Nur ein Teil verblieb in Reichsbesitz und bildete bis 1330 das reichseigene Amt Wegelnburg. Das südlich und westliche daran anschließende Land, entwickelte sich später zum Herrschaftsgebiet der Fleckensteiner. Es ist daher keine Überinterpretation, dass die Burgen des 13. Jh. im Nordelsass ehr den Interessen der Dienstleute und Ministerialen, als den Staufer selbst, dienten.
Die Erbauung lässt sich datieren Die Wegelnburg lag zum Zeitpunkt der Erbauung, in der 1.Hälfte des 13.,Jh.,  in der Nähe einer wichtigen Straße, welche die Kaiserpfalzen der Staufer in Hagenau und Kaiserslautern verband. Auch aus diesem Grunde kam der Wegelnburg auch eine strategische Bedeutung zu. Der Auftrag zur Errichtung der Burg, wurde wahrscheinlich in den Zeiträumen der Herbst- und Wintermonate 1215/16, oder der Winter- und Frühjahrszeit in den Jahren 1218, 1219, spätesten 1220 erteilt. Bei einer Bauzeit von ca. 8 – 10 Jahren, war die Burg zum Zeitpunkt der Rückkehr von Friedrich II. aus Sizilien, 1235/36 fertiggestellt. Dieser Zeitraum lässt sich auch aus den im Jahr 2008 und 2016 auf der Burg gefundenen Bauteilen, welche zu einem herrschaftlichen qualitativ hochwertigen Bau aus diesem Zeitraum gehören, belegen. 1220 im Dezember kehrt Friedrich nach über achtjähriger Abwesenheit nach Sizilien zurück.
Weitere Indizien für den Zeitpunkt der Erbauung Weitere Indizien für den Zeitraum der Erbauung der Wegelnburg sind die folgenden Abbildungen. Die erste Karte zeigt die Besiedlung des Gebietes um Windstein um 1200, als bekanntes Beispiel des Biographen Herzog Friedrichs I.
Erfasst sind hier die Burgen Fleckenstein, Windstein, Falkenstein, Lützelburg, Dagsburg und  Trifels. Diese Abbildung ist mit der nächsten Karte aus dem Jahre 1340 zu vergleichen, hier finden wir dann die Wegelnburg, in ihrem Umfeld  sind weitere 21 Burgen zu finden.  Gegenüber dem Zustand um 1200 sind nur vier Hofgruppen bzw. Dörfer hinzugekommen, (Wasenburg und Groß- Arnsberg sind außerhalb des Untersuchungsgebietes).
Die Wegelnburg ist doppelt eingezeichnet, dies könnte ein Hinweis auf die Burgteile Wachtfels und Krötenstuhl sein. Sofern die Eintragung (Wegelnburg vor 1246, zweite Eintragung Wegelnburg ohne Datum) richtig ist, muss daraus abgeleitet werden, dass die Wegelnburg bereits vor 1246 erbaut worden ist. Erstmals wird die Wegelnburg 1247 erwähnt, somit muss der Zeitpunkt der Erbauung, in die Zeit der Herrschaft von Friedrichs II., gelegt werden.
Die Fleckensteiner als Erbauer Als Friedrich II. 1235 zum zweiten Mal länger in Deutschland erschien, diente ihm die Pfalz in Hagenau wiederum als bevorzugte Residenz, vor allem als Winterquartier. Den Winter zum Jahre 1236 verbringt Friedrich II. dort jagend, hofhaltend und studierend. In der zweiten Hälfte des Jahres 1236 zieht sich Friedrich wieder nach Italien zurück. An der Spitze eines  Heeres das Friedrich II. um die gleiche Zeit nach Italien schickte (1273: J. de Pange, Catalougue des actes de Ferri III, duc de Lorraine (1251- 1303) 1930, Nr. 447; 1411; LAS F1/105 B1 52, Nr. 22. 1443 (etwas unsicher); StAD D 21 A 6/4b B1. 8r.) könnte Gottfried von Fleckenstein, der identisch sein könnte mit Gottfried Puller, der 1241 mit Friedrich II. an der Belagerung von Faenza in der Romagna teilnahm (RI V/1, Nr. 31393) gestanden haben.
Dieser Gottfried von Fleckenstein, oder Gottfried Puller genannt, kann man als Erbauer der Hohenburg, die sich in unmittelbarer Nähe der Wegelnburg befindet, ansehen. Der Fleckenstein selbst, bereits auf der Karte von 1220 erfasst, wurde vermutlich um 1000 von Saliern erbaut. Es ist davon auszugehen, dass die Burg den Handelsweg zwischen den salischen Besitzungen schützen sollte. Zu Zeiten Friedrich II. war der Fleckenstein eine Reichsburg und gleichzeitig der Stammsitz der Fleckensteiner.   1129 wird mit Gottfried I. erstmals ein Herr von Fleckenstein in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Nach dem Machtübergang der Salier zu den Staufern, sind die Fleckensteiner auch den Staufern als Treue Vasallen zu Diensten. 1174 datiert die zweite urkundliche Erwähnung der Brüder Gottfried, Konrad und Friedrich, die Enkel Gottfrieds I.. 1248 wurde Heinrich von Fleckenstein zum Reichsschultheiß von Hagenau ernannt, das heißt, er wurde der Repräsentant der Reichsgewalt für den gesamten vom Verwaltungszentrum Hagenau abhängigen Bezirk. Wenn man weiß, dass in jener Zeit die Hohenstaufen zumeist in Sizilien residierten, so kann man ermessen, welche Bedeutung dieses Amt hatte und wie erheblich es den Einfluss und die Macht der Fleckensteiner stärkte. Dazu kam noch, dass kurz darauf Konrad von Hohenstaufen, die Herren von Fleckenstein, ebenfalls mit der Hut sämtlicher Reichsburgen im Hagenauer Raum betraute. Damit war auch die Wegelnburg in der Hand der Fleckensteiner. Als die Staufer aussterben, kommen die Fleckensteiner während der kaiserlosen Zeit (Interregnum) unter den Druck der Kirche. Doch wollen sie die staufischen Burgen und Besitzungen nicht einfach so an die Kirche abtreten. Stattdessen wenden sie sich an die Markgrafen von Baden und die Stadt Hagenau, deren Bürger sie seit vielen Jahren sind. So schaffen sie es, ohne größere Gebietsverluste diese Zeit zu überstehen, sie mussten jedoch, nach dem Tod Friedrichs II., die  von Ihnen besetzten Burgen Löwenstein, Hohenburg und wohl auch Wegelnburg herausgeben oder zumindest die Lehnshoheit des Reiches anerkennen. Dieses würde die Zurückeroberung der Wegelnburg durch Rudolf von Habsburg erklären. Es lässt sich jedoch aus diesen Ereignissen kein Zusammenhang mit der Erbauung der Wegelnburg, durch die Fleckensteiner herstellen.
Die wichtigsten Territorialgewalten im Umfeld der Wegelnburg Die wichtigen Territorialgewalten, die im Umfeld der Wegelnburg, im vorgenannten Zeitraum noch als Erbauer in Frage kommen, sind schnell aufgezählt. Es handelte sich um das Bistum Straßburg, Lehensträger des Herzogs von Lothringen und Funktionsträgern der Pfalz Hagenau. Die  "Reichsburgen" des Gebietes können bei genauer Betrachtung ausnahmslos in die Zeit vor dem Bau der Wegelnburg gesetzt, bzw. davon in Abhängigkeit gebracht werden. Dies gilt zuallererst für den Fleckenstein, dessen Herren zwar bis in das 13. Jh. die Funktion von Burgmannen der Pfalz Hagenau wahrnahmen, deren Burgen und deren Besitz aber im Reichsgebiet lagen - also in einer Zeit, wo es noch schwerer war, sich den königlichen Rechtsansprüchen auf Burgen zu entziehen. Ohne Zweifel begünstigte die von den staufischen Herrschern in diesem Gebiet und an der Kaiserpfalz zu Hagenau gewährte starke Stellung der Reichsministerialen von Fleckenstein die spätere Entwicklung zur eigenen Territorialmacht und, neben den Herren von Lichtenberg, zum mächtigsten Adelsgeschlecht im unteren Elsass. Bei den Fleckensteiner hat es den Anschein, dass dieses Geschlecht so fest mit dem Fleckenstein verbunden war, dass der Fleckenstein selbst und mit ihm auch die zugehörigen Güter und Liegenschaften, in späteren Jahren nicht mehr als kaiserliches Lehen, sondern als Eigenbesitz (Allod) der Familie angesehen wurden. Es ist davon auszugehen, dass die Umgebungen der Burgplätze Wegelnburg, Hohenburg und Fleckenstein ein zusammenhängendes Gebiet darstellten, welches vormals aus Reichsgut, bzw. Königsgut bestand. Die Konzentration der Burgen im Nordelsass Die Konzentration der Burgen im Nordelsass ist kaum mit den Bedürfnissen der Staufer zu erklären, vielmehr dürfte Ihre Erbauung den Eigeninteressen der Erbauer gedient haben. Die Ministerialen bauten mehr für sich, als für Ihre Dienstherren. Unter dem Faktor ihrer Emanzipation bauten sie auf den hier reichlich vorhandenen Sandsteinfelsen, welche von Natur aus leicht zu verteidigen waren, ihre Wunschburg. Eingearbeitete Bautrupps, aus geschulten Steinmetzen und Zimmerleuten, zogen innerhalb von 7 - 10 Jahre, nach einem  vorhandenen System, mit vergleichsweise geringen Kosten, diese Burgen hoch.  Politische Schwierigkeiten dürften die Erbauer wohl kaum befürchtet haben, die Gegend war weder strategisch noch wirtschaftlich sehr interessant. Was bedeutet dieser rege Burgenbau seitens der Ministerialen. Da ein Ministeriale per definitionem mit Leib und Gut Eigentum seines Dienstherren ist, muss seine Burg diesem uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Sie ist auf dessen Befehl und für dessen Zweck erbaut, und dem Ministerialen nur zur Bewachung anvertraut. Dieses trifft unbedingt noch für die Zeit der Erbauung der Wegelnburg zu, ab der Mitte des 12. Jh. hat sich dann die Abhängigkeit der Dienstherren von ihrem Herren ständig gelockert. Es bleibt festzuhalten, dass Friedrich II. wohl ahnte wohin der Burgenbau der Ministerialen im Nordelsass führen würde, er war aber so auf diese angewiesen, dass er den Bau nicht verwehren konnte. Als Zeichen seiner Macht, sozusagen als Gegengewicht, ließ er jedoch die Wegelnburg erbauen. Friedrich II. und der Straßburger Bischof 1236 kurz vor seiner Rückkehr nach Italien, vernachlässigte Friedrich II. die deutsche Politik zu Gunsten der italienischen und hatte kein Interesse mehr am Burgenbau Er schloss mit dem Bischof von Straßburg Frieden,  verzichtete auf das Dagsburger Erbe und auf Thann im Elsass und stimmt  sonst einem ziemlich ausgeglichenen Kompromiss zu. Er übernahm Rosheim und Mülhausen, gab dagegen Zabern und Molsheim an den Bischof ab. Weiter setzte er Wölfelin als Schultheißen von Hagenau ab. Dieser hatte etwa ab 1219 als Reichslandvogt im Elsass fungiert und den Bau der Reichsburgen und die Gründung von Reichsstädten überwiegend geleitet. Damit wollte wohl Friedrich II. dem Bischof mitteilen, dass er sich von seiner Baupolitik abgewendet hat. Sicher erwartete er dadurch eine Neutralität des Bischofs, wurde aber bitter enttäuscht, denn bereits 1246 beteiligte sich Bischof Heinrich (1244-1259) an der Wahl des Gegenkönigs Heinrich Raspe, und bis 1248 hatte er die meisten Reichsgüter am Oberrhein erobert (RBS II 1156-1161, 1174,1260, 1270,1277, usw). 1262 musste allerdings die bischöfliche Herrschaft, den größten Teil dieser Reichsgüter wieder abgeben. Es bleibt als Ergebnis aus diesen Ereignissen festzustellen, das Zeitfenster der Erbauung der Wegelnburg muss vor 1236 liegen.
Die Staufer
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