Rekonstruktion Auf den meisten Rekonstruktionen (Zeichnungen) wird die Wegelnburg mit plumpen Baulichkeiten, ganz und gar nicht zu den Wasgauern Felsenburgen passend, dargestellt. Historiker vermieden es, über die ehemalige Bebauung zu spekulieren. Um ein möglichst genaues Bild über das ehemaligen Burgaussehen zu bekommen, wurde deshalb die wissenschaftliche Arbeit von Rüdigers Bernges, der bereits 1992 eine Untersuchung dieses speziellen Burgentyps im südlichen Pfälzer Wald und in den Nordvogesen, durchgeführt hat, hinzugezogen. Er ist dabei zu eindeutigen und klaren Ergebnissen gekommen. Weitere Erkenntnisse konnten aus dem Buch „Caboga , Comte Herbert de; Die Burg im Mittelalter Geschichte und Formen“ gewonnen werden. Um die einzelnen Burgen vergleichen zu können, wurde von Rüdigers Bernges eine fiktive Durchschnittsburg erschaffen (siehe Abbildung). Bereits auf den ersten Blick ist eine Ähnlichkeit mit  der Wegelnburg erkennbar. An Hand dieser Burg wurde dann von ihm eine Spezifizierung von 1 – 6 Klassen durchgeführt, wobei die Wegelnburg zu den Burgen der Klasse Klasse 1 (Altdahn, Drachenfels, Berwartstein, Wegelnburg, Fleckenstein, Frönsburg, Wasigenstein Altwindstein, Falkenstein und Waldeck zugeordnet wird. Zu Klasse 6 zählen z.B. die Burgen Ramstein, Waldeck, Altschloss und Backelstein. Näheres kann aus seinem Buch, „Felsenburgen im Wasgau“ entnommen werden. Rüdiger Bernges stellte fest: Im großen und ganzen ähnelt die Felsenburg vom Aufbauschema den üblichen mittelalterlichen Burgen, was schon aus der ursprünglichen Aufgabe einer Burg der Feudalzeit folgt, nämlich zugleich Wohn- und Wehrbau zu sein. Besonderheiten ergeben sich in der Ausprägung einzelner Bauteile aufgrund der Architektur als Felsenburg, d.h. schon durch das Vorhandensein eines zentralen Burgfelsen als Basis der Kernanlage. Bemerkenswerte Unterschiede zeigen sich vor allem bei den Bergfrieden und den Wohnbauten bzw. Palasen, vor allein aber bei den Anlagen für die Wasserversorgung. Es stellt sich die Frage, warum die Wegelnburg immer nur als plumpe, ja unscheinbare Burg rekonstruiert wurde. Die Zeit ihrer Erbauung fällt doch in einen bereits von der Gotik beherrschten Zeitraum, der vor der Gotik vorherrschende Bau- und Kunststil ist als Romanik, der nachfolgende als Renaissance bekannt. Es ist die Zeit etwa zwischen 1000 und 1200 nach Christus, deren Stilprinzipien jedoch in manchen Gebieten bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts beibehalten wurden. Dieser Baustil prägte eine massive Bauweise von Wand und Baukörper, eigentlich mit kleinen Fenstern, jedoch gab man den Fenstern bei den Burgen, wohl aus Repräsentations-gründen teilweise „eine ganz besondere Weite“, welches die Benutzung der Räume auf die warme Jahreszeit beschränkte. Wegen der fehlenden Aufbauten, gerade bei der Hauptburg und dem Krötenstuhl, ist eine genaue Zuordnung des Baustils nur bedingt möglich, jedoch sprechen alle Fakten für eine stolze und repräsentative Burg. Auf den Umfang der Wegelnburg als Höhenburg, war auch die Gestaltung des Geländes von bestimmendem Einfluss. Um dem Feind nicht unmittelbar neben der äußeren Begrenzungsmauern einen ebenen Platz zum lagern und aufbauen von Kriegsgerät zu  lassen, baute man an den Rand des den Burgplatz begrenzenden Abhangs, eine alles umfassende Mauer. Die Burganlage war aus diesem Grunde mehrere hundert Meter lang gebaut.  Links ist ein, sich vor dem Wachtfelsen vorhandener Halsgraben erkennbar. Es folgt der bebaute Wachtfelsen, danach der Krötenstuhl. Zwischen der Hauptburg, die mit Vorhof und Zwinger ausgestattet war, befand sich ein befestige Wirtschaftshof. Im Vordergrund ist der von Südwesten kommend Zufahrtsweg zu erkennen, weiter unten, auf der Abbildung nicht mehr vorhanden, befand sich die Überreste einer weiteren Befestigung, ob es eine Belagerungsburg gewesen war ist zweifelhaft. Auch bei der Wegelnburg, wie bei den meistens vergleichbaren Burgen, liegt die Angriffsseite da, wo der Zugang vom Tal aus erfolgt. Zur Verteidigung der Burg waren deshalb nicht nur hohe Deckungsbauten, sondern auch Vorburgen und Zwinger notwendig, diese sollten das Empordringen zu der auf dem Berggipfel liegenden Hauptburg verhindern. Ober-, Unter- sowie Vorburgen der Höhenburgen wurden vollständig von einer Ringmauer umgeben. Ringmauern hatten in der Regel nicht die Stärke von Mantel- oder Schildmauern. Aus diesem Grunde ist nicht viel von der Ringmauer der Wegelnburg und der Wasgauer Felsenburgen erhalten geblieben. Gute Eindrücke einer solchen Mauer erhält man noch auf den Burgen Fleckenstein, Lützelhardt, Schöneck, Wineck, Falkenstein (große Stützmauer in der Unterburg), Gräfenstein, Neuscharfeneck und Trifels. Vergleichen wir die Wegelnburg mit Burgbauten der gleichen Epoche, so finden wir bei all diesen Burgen übereinstimmende Merkmale, die wohl im Verlauf der Jahrhunderte verfremdet, jedoch selbst heute noch zu erkennen sind. Es ist aus diesem Grund von einer Architektur und Optik auszugehen, die sich an die in dieser Epoche entstanden Burgen anlehnt, jedoch war die Wegelnburg durch ihre Ausdehnung wesentlich größer, als die in der Nähe liegenden und als Beispiel dienende Hohenburg, der Wasigenstein, die Schönenburg und der Windstein. Der Aufbau des Hauptfelsens ähnelte im Wesentlichen diesen Felsenburgen nur war ihre Aufgabe als Reichsburg der Staufer, zugleich Wohn- Wehrbau und Fluchtburg, zu sein und zur Beherrschung des umliegenden Landes zu dienen. Zusammenfassend ist festzuhalten: Besonderheiten ergeben sich aufgrund der Architektur als Felsenburg, d.h. durch das Vorhandensein eines zentralen Burgfelsen als Basis der Kern-anlage und den Nebenburgen wie Krötenstuhl und Wachtfelsen, die der Burg eine heute nicht mehr erkennbare Größe gaben.