Geschichte
Fundorte nach Alexander Thon
26 Vgl. Alois Gerlich, Studien zur Landfriedenspolitik König Rudolfs von Habsburg
(Institut f. Gesch. Landeskunde a. d. Univ. Mainz, Jahresgabe 1963 = Jahresbericht
1962), Mainz 1963; von Graevenitz 2003 (wie Anm. 10).
27 Vgl. zu den Herren von Fleckenstein die grundlegende Studie von Peter Müller,
die Herren von Fleckenstein im späten Mittelalter (Gesch. Landeskunde 34). Stuttgart
1990, sowie zur Burg zuletzt ders. und Jean-Michel Rudrauf, Fleckenstein. In:
Pfälzisches Burgenlexi-kon 2 (2002), S. 86-100, sowie Thomas Biller mit Beitr. von
Bernhard Metz, Rene Kill und Charles Schlosser, Burg Fleckenstein (Burgen,
Schlösser u. Wehrbauten in Mitteleuropa 11). Regensburg 2003 [ohne Angabe des vorherigen Aufsatzes].
28 Erwähnt wird in den bis 1277 reichenden Basler Annalen nur die Belagerung eines Herren von
Fleckenstein, jedoch nicht die Örtlichkeit; Annales Basilenses, hrsg. von Philipp Jaffe. In: MGH SS 17.
Hannover 1861, S. 193-202, ad annum 1276, S. 199: Rex obsedit domi-num de Fleckenstein pro eo quod
ceperat episcopum Spirensem pro pecunia, quam pro adiutorio promiserat. Dominus de Fleckenstein se et sua
in regis tradidit potestatem.
29 Zur Geschichte der Wegelnburg immer noch nicht ersetzt, wenn auch vielfach überholt: Lehmann
1857-66 (wie Anm. 25), Bd. 1, 1857, S. 10-21. Zu den baulichen Resten vgl. noch immer grundlegend:
Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Landkreises Pirmasens (Die Kunstdenkmäler v. Rheinland-Pfalz, Bd.
2), bearb. von Anton Eckardt und Hans E. Kubach. München 1957, S. 436-444 (geschichtlicher Teil
unbrauchbar). Eine kurze Zusammenfassung mit neuen Erkenntnissen bietet, ... wie eine gebannte,
unnahbare Zauberburg". Burgen in der Südpfalz, hrsg. von Alexander Thon mit Beitr. von Peter Pohlit und
Hans Reither. 2., verb. Aufl. Regensburg 2005, S. 158-161.
10 Fürstlich Leiningensches Archiv Amorbach, Urk. sub dato (= RI 5, Nr. 4520, S. 823, u. RI 5/4, S. 277 zu
4520; Aussteller: Kg. Konrad IV.):... quondam B. de Woeglenberc ... Esslingen 9. März 1247.
31 Ellenhardi Argentininsis annales, hrsg. von Philipp Jaffe. In: MGH SS 17. Hannover 1861, S. 101-104, ad
annum 1282, S. 103: Anno Domini 1282. feria 5. ante Iacobi Wege-lenburg castrum expugnatum est a eivibus
Argentinensibus et domino de Ohsenstein, ad-vocato Alsatie.
32 Zu den Herren von Ochsenstein vgl. die grundlegende Zusammenfassung von Bernhard Metz, Sires
d'Ochsenstein. In: Nouveau dictionnaire de biographie Alsacienne 28 (1996), S. 2889-2893.
33 Otto IV. wurde erst 1280 von König Rudolf von Habsburg, seinem Onkel, zum Landvogt im Elsass und im
Breisgau ernannt, weshalb allein schon das Datum 1272 für die Belagerung der Wegelnburg ausscheidet; MGH
Const. 3, Nr. 264, S. 257 f. (= Die Regesten des Kaiserreichs unter Rudolf, Adolf, Albrecht, Heinrich VII. 1273-
1313: [Rudolf von Habsburg] [Regesta Imperii, 6/1], nach d. Neubearb. u. d. Nachlasse Johann Friedrich
Böhmer's neu hrsg. u. erg. von Oswald Redlich. Innsbruck 1898, Nr. 1236, S. 306), Wien 17. Dezember 1280.
So in der jüngeren Literatur bei Wolfgang Schultz, Die Wegelnburg. Aus der Geschichte der Reichsfeste
und des Amtes. Nothweiler 1984, S. 16 (vielfache, insbesondere terminologische Unsicherheiten — gibt
nach Königshofen 1272 als Datum der Belagerung an), und offensichtlich danach Jürgen Keddigkeit, Die
Burgengruppe Wegelnburg. In: Der torn soll frey stehn. Burgen im Landkreis Pirmasens, hrsg. von Rolf
Übel, Landau 1994, S. 93-99 (nicht nur hinsichtlich des Erstbeleges fehlerhaft — nennt ebd., S. 93, zwar
1282 als Jahr der Belagerung, zitiert jedoch als Beleg ebenfalls „Jacob von Königshoven" mit dem dortigen
Zitat zu 1272!). Besonders ärgerlich nimmt sich die komplett unbrauchbare Beschrei-bung im leider weit
verbreiteten Verzeichnis der staatlichen Burgen von Rheinland-Pfalz aus: Magnus Backes, Staatliche
Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz (Edition Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-
Pfalz, Führungsheft 7). Regensburg 2003, S. 194, wo selbst die veraltete Literatur des 19. Jahrhunderts
unrichtig wiedergege-ben wird. Neben dem Datum 1272 beeindruckt besonders, dass die angeblich „von den
Hohenstaufen (sie!) im 12./13. Jahrhundert" errichtete Wegelnburg „an der französisch- elsässischen Grenze"
liegt (ebd.).
's Closener, Chronik, S. 101: Do man zalte 1292 jor, an dem nehesten restage vor saut Jocobes dag in der erne,
do wart die burg Wegelnburg gewunnen von den burgern zu Strosburg und von deme von Ohsenstein
lantvoget in Elsaße.
36 Von Königshofen, Chronik, S. 795: Do men zalte 1272 jor, do wart Wegelnburg gewun-nen und zerbrochen
von den Burgern von Strosburg und von dem von Ohssenstein lant-vougte in Elsas. Danach die Angaben bei
Bernhart Hertzog, Chronicon Alsatiae. Edel-sasser Chronick und außfürliche Beschreibung des untern Elsasses
am Rheinstrom, 10 Bücher. Straßburg 1592, B. 3, S. 58: „Anno 1272. wurde Wegelburg durch die von
Straßburg / und den von Ochsenstein Landvogt im Elsaß / gewunnen vnd zerbrochen."