Beschreibung untere Burg Der Haupteingang zur Burg befand sich im Südwesten unterhalb des gegen den Bergrücken gerichteten Burgfelsen und war direkt in die heute nicht mehr vorhandene Umfassungsmauer gebaut.  Links und rechts des Tores befanden sich vermutlich Flankierungstürme. Direkt hinter dem Tor befand sich ein Vorhof, in diesem Bereich haben Gebäude gestanden. Auf dem Fest stand ein turmartiges Gebäude oder Turm (Bergfried), mit der spitzen Ecke zu dem sich im unteren Bereich befindlichen Haupteingang der Burg. Diese Anordnung der Bausubstanz machte es möglich,  Geschosse die von Angreifern auf die Burg abgefeuert wurden, nach links und rechts abzulenken. Folgen wir dem Zugangsweg der Wegelnburg weiter, so finden wir rechts von dem Hof im Eingangsbereich, in dem vermutlich Wirtschaftsgebäude standen, einen durch eine hohe Mauer geschützter Zwinger.  Das Gelände der Wegelnburg mit Burgweg, steigt bis zum ersten noch erhaltenen Tor leicht an. Im hinteren Bereich dieses Vorhofs, der aus dem massiven Fels herausgearbeitete wurde, ist der eigentliche Untergrund (Felsboden) sichtbar. Die in diesem Bereich neu gebauten Mauern sind auf alten Fundamenten errichtet. Der Zugangsweg zur Burg vollführt im hinteren Bereich des Vorhofs einen Knick nach rechts bis zum ersten Rundbogentor. Der Untergrund besteht aus massivem Fels. Die Rundbogentore wurden außer dem heute nicht mehr vorhandenen größeren Haupteingangstor, zur besseren Verteidigung schmal gehalten. Auch die nachfolgenden Tore sind  alle in der gleichen Bauart . Dieses Tor  wurde bei den 1979 -1982 durchgeführten Instandsetzungsarbeiten neu erbaut,  es hat eine Breite von 140  cm und eine Höhe von 220 cm. An diesem Turm,  oberhalb des Sockels,  in der ersten Reihe, sitzt ein Stein mit der Jahreszahl 1620. Es dürfte das Datum der Fertigstellung der letzten kleinen Bau- oder Reparaturphase sein. Hinter dem Eingangstor finden wir auf der rechten Seite des Mauerwerks ein eingelassenes Steinmetzzeichen.  Diese Zeichen wurden vom Steinmetz hauptsächlich zum Zwecke der Lohnabrechnung, in die gefertigten Steine eingeschlagen. Links könnte sehr schwach erkennbar ein Hammer oder eine Zange eingemeißelt sein. Eine solche Art von Zeichen stellt in den einfachsten Umrisslinien entweder Handwerkszeug – wie Hammer, Kelle, Zange – oder beliebig gewählte andere Gegenstände wie Schlüssel, Herz, Gießkanne, Becher usw. dar.  Interessanterweise findet man an den Bauten des Fleckensteins, welche um 1300 zugeordnet werden, ähnliche Zeichen. Was die Entwicklung der Form der Steinzeichen selbst betrifft, so kann man für die Zeit bis zur Mitte der Gotik sagen, dass auf Werkstücken die einfachen (buchstabenähnlichen) Zeichen allmählich mehr zurücktreten und mit wachsendem Alter der Gotik immer mehr eine senkrechte Linie, gewissermaßen als Rückgrat der Figur, hervortritt, welcher Linie dann in der Renaissance u.a. besonders der gebogene Haken und der (einem Winkelmaß ähnlich) rechte Winkel mit ungleichen Schenkeln in allen möglichen Variationen  hinzugefügt werden. Tritt man durch das untere Tor, so führt der Weg geradeaus zu einem Zwinger an der Nordwestseite.  Die Umfassungsmauer dieses Zwingers läuft zuerst parallel zum  Burgfelsen, um dann abzubiegen und am Hang zu enden. So könnte der Mauerverlauf gewesen sein. Unterhalb der rechten Mauer, verlief dann die umlaufende Umfassungsmauer,  entweder im Anschluss an die äußere Zwingermauer rechts, oder als eigenständige Mauer, an der äußersten Seite des Hanges verlaufend. Hier nochmals der Blick von Nord-Ost nach Süd-West von der unteren Ebene her gesehen. Links endete der Zwinger, ganz rechts verlief die Umfassungsmauer bis zur Burgspitze im Nord- Osten. Diese Mauer war wohl ursprünglich bis zur unteren Nord-Ost Felsspitze hochgezogen. Die Mauer läuft gut erkennbar in sauberer Rundung um die Felsspitze herum und setzt sich ursprünglich in fast gerader Linie auf der gesamten Ostseite fort. Die Mauer besteht hier aus unterschiedlich großen, glatten Quadern, mit unregelmäßigen, breiten Fugen. Auf der Ostseite aus Buckelquadern verschiedener Größe in unsorgfältigem Verband.  Es ist davon auszugehen dass hier nachträgliche Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden. Die umlaufende Ringmauer verläuft in fast gerader Linie auf der gesamten Ostseite  fort. Sie trifft dann auf das ehemalige Haupt- eingangstor im Süd- Westen der Burg und verlief danach weiter Richtung Krötenstuhl und Wachtfelsen. Auf einer Zwischenebene zur mittleren Burg befindet sich das zweite Tor. Bis zum Scheitelstein ist dieses zweite Tor noch im Original, mit Verriegelungsvorrichtung, erhalten, es hat eine Breite von 140  cm und eine Höhe von 238 cm. Das aufgesetzte Mauerwerk ist neu, man kann davon ausgehen dass Rundbogen und Mauer- werk über dem Tor moderne Ergänzungen sind und ursprünglich die kräftigen, abgeschrägten Steine der Torpfosten, ein Dach oder einen Anbau getragen haben. Um den Zugang einer Burg nochmals sicherer zu gestalten, hatten manche Burgen hinter dem Tor oder im Durchgang derselben Fallgruben, sogenannte Wolfsgruben. Mit einiger Wahr-scheinlichkeit sind die Felsgruben hinter den Zugängen der Burgen Klein-Arnsberg und Alt-windstein/ Südanlage als solche anzusehen. Zur besonderen Verstärkung der Toranlage, befindet vor diesem Tor von der Unterburg, bis in die mittlere Burg reichend, ein Bastionsturm.  Dieser als Flankenschutz gebaute fünfeckige Bastionsturm lehnt mit seinem Sockel mit abgeschrägten Kanten gegen den Burgfelsen. Er war nur vom oberen Burgbereich aus zu betreten und befindet sich mit seinem unteren Geschoss in der Unterburg. Allerdings wurde er später erbaut und erst 1644 erwähnt. Auf der Westseite ist der Turm noch mehrere Meter noch, hier ist auch  eine Viertelkreiskonsole eines Erkers sichtbar. Das Mauerwerk des Turms besteht aus unterschiedlichen Quadern mit solidem Steinverband, Schießscharten fehlen, zumindest in diesem noch vorhandenen Bereich. Die Seite gegen das erste Tor hin  ist leider eingestürzt, das Innere ist mit alter Bausubstanz verfüllt. Es wäre interessant an dieser Stelle Ausgrabungen durchzuführen. Von einer stumpfwinkligen Ecke mit Kantenschnitt reduziert sich die Mauer in ihrem Verlauf auf die Breite eines Quaders. Bei den Baumaßnahmen 1977 wurde direkt hinter dem Tor eine Grube freigelegt. Der Sinn dieser Grube ist unklar, es handelt sich wohl um ein zusätzliches Hindernis im Aufgangsbereich und nicht etwa wie spekuliert  wurde, um eine Wolfsgrube. Nach dem zweiten Tor verläuft der Burgweg über Treppenstufen in Gegenrichtung bis zur mittleren Burgzone. Der raffiniert gebaute und dadurch leicht zu verteidigende Burgweg, der zudem durch Mauern eingeengt war, endet hier am dritten Tor, dieses ist direkt in die mittlere Mauer eingebaut. Ende Beschreibung “untere Burg”.